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Cornichon, Gewürzgurke und Co

Was sind die Unterschiede?

Cornichon, Gewürzgurke und Co

Was sind die Unterschiede?

Gurken gehören zur Grundlage einer frischen Ernährung. Sie sind knackig und weisen aufgrund ihrer enthaltenen Wassermenge eine im Vergleich zu anderen Lebensmitteln geringe Kalorienanzahl auf. Ob im Gurkensalat oder als Beilage zu Fleisch und in anderen Gerichten sorgen sie für eine angenehme Frische.

Doch wer sich mit seinem Rezept in den Supermarkt begibt, steht schnell vor einem großen Fragezeichen. Schließlich sind die Regale mit zahlreichen verschiedenartigen Gurken befüllt.

Welche Sorte ist nun die richtige? Der nachstehende Beitrag informiert über die Merkmale von Moskauer Gurken, Cornichons, Senfgurken, Gewürz- und Essiggurken sowie Schlemmergurken.

Essig- und Gewürzgurken – für das gewisse Etwas

Essig- und Gewürzgurken sind in Essig eingelegt. Hinzu kommen diverse Gewürze wie Pfefferkörner. Diese liefern den Gurken ein spezielles und zumeist äußerst kräftiges Aroma. Für die Herstellung verwendet man ausschließlich unreife Gurken.

Diese müssen zusammen mit der Mischung aus Essig und den Kräutern zum Kochen gebracht werden. Das sorgt nicht nur für den leckeren Geschmack, sondern macht die Gurken auch länger haltbar.

Essig- und Gewürzgurken weisen einen hohen Anteil an Vitamin K und Natrium auf. Vitamin K wirkt bei der Blutgerinnung mit und hat bezüglich der Knochenbildung eine unterstützende Funktion. Sobald Natrium in den Körper gelangt, verbleibt es außerhalb der Zellen und steuert dort die elektrische Spannung, die ihrerseits zur Übertragung von Nervenimpulsen und damit zur Funktionsweise des gesamten Organismus beiträgt.

Aufgrund des geringen Kaloriengehaltes sind Essig- und Gewürzgurken während einer Diät zu jeder Tageszeit erlaubt und sättigen sehr gut.

Schon gewusst? Der Feldherr Julius Cäsar legte großen Wert darauf, dass sich seine Kämpfer von Essig- und Gewürzgurken ernährten.

Das Besondere der Senfgurke

Senfgurken unterscheiden sich aufgrund ihrer Optik von allen anderen Gurken und doch sind die Basis dafür ebenso übliche Gurken aus dem Garten. Beim Einlegen der Senfgurken achten Hersteller jedoch – anders als bei anderen Gurken – darauf, die Schale vor dem Einkochen zu entfernen.

Dadurch zieht der Geschmack des Suds direkt in die Gurkenstreifen und verleiht ihnen eine herrliche Frische. Der entstandene Geschmack macht die Senfgurke zu einem ganz besonderen Vertreter ihrer Art. Die angenehme Süße des zugegebenen Zuckers in Kombination zur Schärfe des Meerrettichs und der Senfkörner macht die Senfgurke zur perfekten Beilage einer Brotzeit.

Bezüglich der Nährwerte können Feinschmecker mit einem geringen Fettgehalt und dementsprechend einer Anzahl von 33 Kalorien pro 100 g rechnen. Den größten Teil machen Kohlenhydrate aus, wobei auch diese Menge recht gering ist. Daher bietet sich die Senfgurke als Snack am Abend an.

Cornichons – mehr als einfach nur eine Gurke

Cornichons stammen ebenso von der „Urgurke“ ab und ähneln dieser auch optisch stark. Was weniger bekannt ist: Cornichons zählen ebenso wie Tomaten zur Gruppe der Früchte.

Nach der erfolgreichen Bestäubung verändert sich die Blüte der Pflanze dahingehend, dass sich eine Gurke daraus entwickelt. Jene übernimmt die Aufgabe des Schutzes der innen liegenden Samen und sichert damit den Fortbestand der Individuen wie auch der gesamten Art.

Optisch gesehen scheint es nur geringe Abweichungen von der herkömmlichen Essig- und Gewürzgurke zu geben. Die Unterschiede liegen im Detail: Danach ist eine Gurke eine Frucht, die 42 bis 47 Tage nach der Blüte entstanden sind.

Cornichons liegen deutlich darunter. Sie werden 38 Tage nach der Blüte geerntet. Weiterhin erhalten Käufer im Laden sogenannte Minicornichons. Dabei handelt es sich um die Frucht, die 35 Tage nach der Blütezeit entstanden ist.

Cornichons sind also jüngere Früchte als die Gurke selbst, entwickeln sich jedoch bei späterer Ernte in Richtung einer typischen Gurkenart.

Moskauer Gurken

Moskauer Gurken weisen einen deutlich größeren Durchmesser auf als Essig- und Gewürzgurken. Dennoch gibt es bezüglich des Geschmacks einige Berührungspunkte. So ist die Moskauer Gurke ebenso in Branntweinessig eingelegt.

Weiterhin befinden sich zur Verstärkung des Geschmacks auch Pfefferkörner im Sud. Das Besondere an dieser Gurkenart sind die speziellen Zutaten. Nach Moskauer Art müssen die Gurken äußerst würzig sein und einen pikanten Charakter aufweisen. Nur so handelt es sich tatsächlich um eine Moskauer Gurke.

Damit das gelingt, braucht die Flüssigkeit zusätzlich Zucker, Koriander, Salz, Dill und natürliche Aromen. Auch hier bewegen sich die Kalorien im unteren Bereich. Moskauer Gurken eignen sich ebenso wie Essig- und Gewürzgurken auch als Zusatz innerhalb von warmen Gerichten wie etwa dem Burger. Da diese Gurkenart bereits die meisten Gewürze mitbringt, sind weitere Zutaten nicht nötig.

Leckere Schlemmergurken

Wer am Abend noch einen Hunger verspürt, der greift im Idealfall nach Lebensmitteln mit einem geringen Kalorienwert als auch mit einem niedrigen Anteil an Kohlenhydraten. Dadurch zeigt sich das abendliche Schlemmen am nächsten Tag nicht auf der Waage.

Allerdings sollten Feinschmecker von stark gewürzten Gurken am Abend absehen. Gewisse Gewürze neigen in den Abendstunden dazu, sich ungünstig auf den Schlaf auszuwirken. Daher lieber auf die milde Schlemmergurke zurückgreifen. Sie überzeugt durch einen sanften Hauch typischer Gewürze und schmeckt als Snack besonders gut.

Weiterhin bietet sie sich auch für die Schulpause von Kindern an, da sie wichtige Nährstoffe enthält und auch Kinder die knackigen verzehrfertigen Gurken lieben.

Weitere Top Fakten über Gurken

Die Gurke schmeckt nicht nur gut. Sie ist auch gesund und das trifft nicht nur auf eine Art zu. Alle Gurken besitzen ähnliche Inhaltsstoffe, die dem Körper – trotz ihres hohen Wasseranteils – Flüssigkeit entziehen.

Mit Flüssigkeitseinlagerungen haben Menschen zu kämpfen, die beispielsweise unter einem Lipödem leiden. Gerade im Sommer bietet sich ihnen die Gurke an, um schmerzhaftes Spannen der Haut durch einen höheren Wasseranteil im Körper zu verringern bzw. sogar zu verhindern.

Nebenbei unterstützt die Gurke den Körper dabei gegen Entzündungen vorzugehen. Natürlich kommt es hier auf den Grad der Entzündung an. Bei größeren schmerzhaften Entzündungen ersetzt eine gesunde Ernährung keinen Besuch beim Arzt.

Doch einer Sache wirkt die Gurke konsequent entgegen: Heißhunger. Ob innerhalb einer Diät oder während einer Umstellung der Ernährung – Heißhunger spielt aufgrund von Zusatzstoffen in den Lebensmitteln immer wieder eine Rolle. Gurken sind nicht mit synthetischen Produkten versehen und schaffen bei Heißhunger auf natürliche Weise Abhilfe.