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Abendbrot

Gute Tradition oder überholt?

Abendbrot

Gute Tradition oder überholt?

Die abendliche Mahlzeit wird fast überall in Deutschland Abendbrot genannt. In zahlreichen Haushalten wird heutzutage am Abend allerdings nicht mehr das traditionelle Abendbrot gegessen. Aufgrund veränderter Familienstrukturen und geänderter Bedingungen im Berufs- und Schulleben gibt es statt Brot oder kalter Speisen zum Abend vielfach die erste warme Mahlzeit. 

Ist das gemeinsame Abendbrot also nur noch ein Relikt aus vergangenen Zeiten? Wir informieren dich, wohin der Trend geht.

Die Abendmahlzeit in der heutigen Zeit

Die Zeiten haben sich gewandelt. Sowohl Mann als auch Frau sind in der Regel berufstätig und erst am Abend wieder zu Hause. Auch die Kinder bleiben länger – teilweise bis in die späten Nachmittagsstunden – in der Schule.

Nicht jeder hat die Möglichkeit, um mittags etwas Warmes in der Kantine zu essen. Oder er nimmt sich nicht die Zeit für eine warme Mahlzeit.

Erst am Abend haben viele Menschen erstmals die Gelegenheit, etwas „Richtiges“ zu essen. Entweder wird dann etwas Warmes gekocht oder es kommen Pizza oder ähnliche Lebensmittel vom Lieferservice auf den Tisch.

Die gemeinsame abendliche Mahlzeit – ein wichtiges Ritual

Im heutigen, schnelllebigen Alltag bleibt wenig Zeit für gemeinsames Beisammensein. Umso wichtiger ist es, zumindest einmal am Tag im familiären Kreis zusammenzukommen.

Das abendliche gemeinsame Essen ist die ideale Gelegenheit. in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen. Die Arbeit in der Schule oder im Beruf liegt dann hinter einem und der Stress legt sich langsam.

Auch sollte das abendliche Essen nicht im Stehen in der Küche eingenommen werden. Stattdessen sollte man sich die Zeit nehmen, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen, in Ruhe etwas Schmackhaftes zu essen und das tagsüber Erlebte mitzuteilen oder auszutauschen.

Übrigens: Umfragen zufolge nehmen sich tatsächlich 70 % der Deutschen Zeit für eine gemeinsame abendliche Mahlzeit.

Das kalte Abendbrot ist wieder im Kommen

Eine kalte Mahlzeit ist schnell zubereitet. Jeder kann sich aus dem Angebot an Brot, Käse, Wurst und Aufstrichen das heraussuchen, was ihm am besten schmeckt.

Besonders schön ist es, dass man lange zusammensitzen kann und dabei nichts kalt wird. Insbesondere Familien mit Kindern schätzen diese unkomplizierte Art zu essen.

Auch in Kneipen und in Restaurants findet sich zunehmend wieder die gute alte Stulle auf der Speisekarte. 

Was gehört noch auf den Abendbrottisch?

Ein knuspriges Brot mit Butter und vielleicht etwas Salz ist bereits ein Hochgenuss. Was letztlich zum Abendessen serviert wird, ist natürlich abhängig vom persönlichen Geschmack. Aber auch regionale Gepflogenheiten spielen dabei eine Rolle.

Hier ein paar regionale Tipps und Ideen für dich:

Fleisch und Käse:

In Bayern wird sehr gern ein Obatzda, ein angemachter Camembert, zum Abend gegessen. Eine deftige Brotzeit mit Speck, Landjägern, Käse und Rettich hat im süddeutschen Raum Tradition. In Norddeutschland hingegen greift man häufig zu geräuchertem Fisch.

Als herzhafter Belag auf dem Brot kommt zunächst einmal Fleisch und Wurst in Betracht. Zur Salami oder zum geräucherten Schinken dürfen leckere Gewürzgurken-Spezialitäten oder Mixed Pickles von Kühne nicht fehlen. Ein Stückchen Gelee zum kalten Schweinebraten und zum Roastbeef eine leckere Remoulade aus der Tube oder aus dem Glas von Kühne gibt den kalten Speisen einen besonderen Pfiff.

Fisch als Räucherfisch, z. B. geräucherter Lachs mit Kühne Meerrettich oder in Feinkostsalaten, .z. B. Heringssalat oder Thunfischsalat sind weitere Varianten.

Käse ist vom Abendbrottisch nicht wegzudenken. Schnittkäse, Weichkäse oder Frischkäse bereichern in ihrer Vielfalt das Angebot auf dem Abendbrottisch.

Gerne wird auch Rührei gegessen – pur, mit Schnittlauch oder etwas exquisiter mit Räucheraal, Krabben oder dem allseits beliebten Bacon.

Für Veganer und Vegetarier: 

Brotaufstriche auf pflanzlicher Basis sind der ideale Begleiter. Das Angebot an veganen Aufstrichen im Handel nimmt aufgrund steigender Nachfrage ständig zu. Du kannst dir aber auch schnell und einfach selbst vegane Brotaufstriche herstellen, am besten zusammen mit den anderen Familienmitgliedern.

Ein paar Tomaten, Gurkenscheiben oder Radieschen runden die Abendbrotmahlzeit ab. Ein traditionelles Abendbrot ist also alles andere als einseitig und langweilig.