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Was hat es mit Goji, Acai und Aronia auf sich?

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Was hat es mit Goji, Acai und Aronia auf sich?

Gesunde Ernährung liegt voll im Trend. Insbesondere sogenanntes Superfood ist derzeit wortwörtlich in aller Munde. Doch woher kommt der Hype um das Superfood? Wir erklären dir, was es mit Superfood auf sich hat und stellen dir die drei Superfood-Beeren Goji, Acai und Aronia vor.

Superfood – was ist das?

Lebensmittel, die besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen und Antioxidantien sind, werden als Superfood bezeichnet. Eine einheitliche Definition, was unter Superfood zu verstehen ist, gibt es jedoch (noch) nicht.

Manch einer sagt diesen Lebensmitteln sogar positive Auswirkungen auf die Gesundheit nach. Sie sollen den Körper entgiften, das Immunsystem stärken und freie Radikale abwehren.

Superfood soll einen besonders hohen ORAC-Wert aufweisen. ORAC steht als Abkürzung für „oxygen radical absorbance capacity“. Der Wert soll Auskunft darüber geben, wie hoch die Fähigkeit von Lebensmitteln ist, freie Radikale abzuwehren. Je höher der Wert ist, desto besser ist die antioxidative Wirkung.

Für ein- und dasselbe Lebensmittel gibt es aber nicht den absoluten ORAC-Wert. In Abhängigkeit von der Verarbeitung der Lebensmittel verändert sich der ORAC-Wert.

Bei einigen Lebensmitteln erhöht sich der ORAC-Wert durchs Kochen, bei anderen sinkt er. Auch das Trocknen von Früchten wirkt sich je nach Fruchtsorte unterschiedlich auf die antioxidative Wirkung aus.

Die Liste von Superfood umfasst Lebensmittel wie z. B. Früchte, Gemüse, Samen, Tee und Nüsse. Auch Fische wie z. B. Lachs zählen zum Superfood. Den Powerfrüchten werden u. a. die Goji-, Acai- und Aronia-Beeren zugeordnet.

 

Die Goji-Beere – rote Frucht mit viel Power

Die hierzulande als „Gemeiner Bocksdorn“ bezeichnete Goji-Beere hat ihren Ursprung im asiatischen Raum. Goji-Beeren findet man heutzutage aber überall auf der Welt in Supermarktregalen.

Die leuchtend roten – teilweise auch orange-gelben – Goji-Beeren sind etwa 1–2 Zentimeter lang. Vom Aussehen und der Form her sind Goji-Beeren mit Hagebutten vergleichbar.

 

Was zeichnet Goji-Beeren aus?

Aus der traditionellen chinesischen Medizin ist die Goji-Beere nicht wegzudenken. Seit Jahrzehnten wird der Goji-Beere in China eine vorbeugende und heilende Wirkung bei diversen Krankheiten nachgesagt.

Die kleinen roten Wunderfrüchte enthalten sehr viel Vitamin C, E und B. Außerdem sollen sie reich an Antioxidantien, Nähr-und Mineralstoffen sein und so das Immunsystem stärken und freie Radikale abwehren.

Achtung: Wer blutverdünnende Medikamente einnehmen muss, sollte allerdings auf Goji-Früchte verzichten. Goji-Beeren könnten den Abbau gerinnungshemmender Medikamente negativ beeinflussen.

 

Wie schmecken Goji-Beeren?

Der Geschmack von Goji-Beeren wird unterschiedlich beschrieben. Je nach Anbaugebiet schmecken Goji-Beeren süß, säuerlich oder auch herb.

Am besten und am süßesten schmecken die aus China kommenden Goji-Beeren, gefolgt von denen, die in Süd- und Südosteuropa angebaut werden. Goji-Beeren aus deutschen Anbaugebieten schmecken eher etwas fade und säuerlich, was an der geringen Sonneneinstrahlung liegen dürfte.

Wenn die Goji-Beeren unter optimalen Bedingungen reifen konnten, schmecken sie sehr fruchtig und sind geschmacklich mit Kirschen oder Cranberrys vergleichbar. Der Geschmack von Goji-Beeren aus heimischen Regionen wird häufig auch mit dem von unreifen Tomaten oder Paprika verglichen.

 

Wo kannst du Goji-Beeren kaufen und wie verwendet man sie?

Goji-Beeren werden naturbelassen, getrocknet, als Saft, Kapsel, Pulver, Tee oder Marmelade angeboten. Du kannst Goji-Beeren im Einzel- oder Online-Handel kaufen. Selbst in Supermärkten sind die kleinen roten Wunderbeeren erhältlich. Greif aber lieber zu Bio-Produkten aus dem Reformhaus oder dem Bio-Laden.

Bei der Verwendung von Goji-Beeren sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Goji-Beeren lassen sich gut mit Joghurt, Quark, Müsli und Obstsalat kombinieren. Auch zum Backen oder für Salate und Suppen sind sie bestens geeignet.

Die Acai-Beere – tropische Vitamin-Bombe

Acai-Beeren wachsen auf der südamerikanischen Kohlpalme, die am häufigsten in den tropischen Regenwäldern rund um den Amazonas zu finden ist. Die kleinen, tiefblauen und kugeligen Beeren haben einen Durchmesser von ca. 1–2 Zentimetern.

 

Was zeichnet Acai-Beeren aus?

Die tropischen Beeren enthalten besonders viel Vitamin A, C und E. Darüber hinaus weisen sie einen hohen Gehalt an Nährstoffen, Mineralien ungesättigten Fettsäuren und zellschützenden Antioxidantien auf. Außerdem soll die kleine Powerfrucht den Stoffwechsel ankurbeln.

 

Wie schmecken Acai-Beeren?

Hinsichtlich des Geschmacks von Acai-Beeren gibt es die unterschiedlichsten Ansichten. Einige bezeichnen den Geschmack als nussig-schokoladig. Andere beschreiben ihn als erdig oder ölig.

 

Wo kannst du Acai-Beeren kaufen und wie verwendet man sie?

Acai-Beeren sind nicht lange haltbar. Da die Früchte meist schon nach 24 Stunden verdorben sind, werden sie umgehend vor Ort tiefgefroren oder getrocknet.

Frische Beeren sind bei uns daher nicht erhältlich. Wenn du auf den Geschmack und die Wirkung von Acai-Beeren nicht verzichten möchtest, musst du auf eingefrorene oder getrocknete Früchte, Saft oder Pulver zurückgreifen.

Eingefrorene Früchte lassen sich gut in Torten, Kuchen oder Sorbets verarbeiten und verzehren. Auch zum Müsli sind aufgetaute Beeren eine gute Ergänzung.

Das Fruchtmark eignet sich sehr gut für Smoothies oder als Brotaufstrich. Mit Acai-Pulver lassen sich auch Mineralwasser und Joghurt verfeinern.

Die Aronia-Beere – vital und vielseitig einsetzbar

Die auch unter der Bezeichnung „Apfelbeere“ oder „Schwarze Eberesche“ bekannten Aronia-Beeren sehen aus wie große Heidelbeeren. Der ursprünglich aus Nordamerika stammende Aronia-Strauch wächst mittlerweile auch bei uns in Deutschland.

Die fast schwarzen Beeren sehen im Inneren aus wie ein Apfel. Sie haben ein Kerngehäuse mit Kernen. Das Fruchtfleisch reifer Beeren ist dunkelrot.

 

Was zeichnet Aronia-Beeren aus?

Aronia-Beeren sind reich an Vitamin A, B, K, E und C. Darüber hinaus enthalten sie wertvolle Mineralien und Spurenelemente wie Kalium, Eisen, Magnesium und Zink.

Aufgrund des hohen Gehalts an Flavonoiden soll den Aronia-Beeren eine antioxidative Wirkung zukommen. Flavonoide sollen sich zudem positiv auf die Gefäße auswirken und den Blutfluss verbessern.

Hinsichtlich der in den Aronia-Beeren enthaltenen Blausäure herrschte vorübergehend große Unsicherheit. Lange Zeit kursierten Meldungen, man dürfe wegen des hohen Anteils an Blausäure keine frischen Beeren essen.

Mittlerweile ist erwiesen, dass der Verzehr kleinerer Mengen an rohen Beeren keine gesundheitsschädliche Wirkung hat.

Tipp: Wenn du trotzdem Bedenken hast, kannst du die frischen Aronia-Beeren erhitzen und z. B. zu Marmeladen oder Saft weiterverarbeiten. Blausäure reagiert nämlich empfindlich auf Hitze.

 

Wie schmecken Aronia-Beeren?

Frische Beeren schmecken wegen der vielen Gerbstoffe säuerlich-herb. Wenn du die Früchte einfrierst, verlieren sie den herben Geschmack. Das säuerliche Aroma aber bleibt erhalten.

 

Wo kannst du Aronia-Beeren kaufen und wie verwendest du sie?

Im Einzelhandel oder Online-Handel kannst du Aronia-Beeren frisch, eingefroren, getrocknet oder in verarbeiteter Form (z. B. als Saft oder Marmelade) erwerben.

Aronia-Beeren sind vielseitig verwendbar. Wenn du dich mit dem Geschmack frischer Beeren nicht so richtig anfreunden kannst, solltest du Aronia-Beeren im verarbeiteten Zustand probieren.

Tipp: Die Beeren lassen sich gut mit Äpfeln, Birnen oder Aprikosen zu einer leckeren Marmelade oder einem köstlichen Fruchtsaft mischen. Getrocknete Früchte passen zudem gut zum Müsli. Auch zum Backen sind Aronia-Beeren geeignet.

Fazit zu Goji, Acai und Aronia

Die kleinen Powerbeeren erfreuen sich im Zuge gesundheitsbewusster Ernährung zunehmender Beliebtheit. Hervorzuheben ist der sehr hohe Gehalt an Vitaminen, Proteinen, Mineralstoffen und anderen Nährstoffen. Zudem wird den Wunderbeeren eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung beigemessen. Wenn du noch skeptisch bist, verfeinere deinen Salat doch mal mit einem leckeren Salatessig von Kühne, der neben Trauben und Cranberrys auch vitamingeladene Aronia-Beeren enthält. Oder du probierst – ebenfalls aus dem Sortiment von Kühne – ein leckeres Dressing mit guten Zutaten wie Mangos und Acai-Beeren.