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Essigsorten

Was sind die Unterschiede?

Essigsorten

Was sind die Unterschiede?

Essig gab es bereits in der Antike. Das wohl älteste Würzmittel der Welt war und ist fester Bestandteil jeder Küche. Schon viele Generationen vor uns haben Essig bei der Zubereitung von Speisen genutzt.

Während das Angebot an Essigsorten in früheren Zeiten recht überschaubar war, stehen wir heutzutage häufig etwas ratlos vor den Regalen im Supermarkt. Die Auswahl von unterschiedlichsten Essigsorten ist vielfältig. Sie reicht vom Fruchtessig über Weinessig, Kräuteressig bis hin zum Balsamessig.

Wie soll man sich da noch zurechtfinden? Wir erklären dir, welche Essigsorten es gibt und welche sich wofür eignen.

Das Ausgangsprodukt ist entscheidend

Die Vielfalt an Essigsorten entsteht durch unterschiedliche Ausgangszutaten. Ausgangsprodukte können z. B. Früchte, Trauben oder Branntwein sein.

Der in den Ausgangszutaten enthaltene Zucker wird durch Hefe zunächst in Alkohol umgewandelt. Durch Zugabe von Essigbakterien entsteht dann Essig. Die meisten Essigsorten haben einen Säuregehalt von ca. 5–6 Prozent.

Essig lässt sich vielseitig einsetzen. Er eignet sich zum Einlegen von Gemüse, zum Marinieren von Fisch und Fleisch, zur Herstellung eines Salatdressings oder zum Verfeinern von Speisen und Saucen.

Doch nicht jeder Essig eignet sich für jedes Gericht. Bevor du deinen Kochlöffel schwingst und zur Essigflasche greifst, solltest du dich gut über die geschmacksgebenden Inhaltsstoffe informieren.

Branntweinessig – der Günstige

Branntweinessig wird aus verdünntem Branntwein auf der Grundlage von Wodka oder Korn hergestellt. Er besitzt kein charakteristisches Aroma, sondern ist eher geschmacksneutral. Wegen des sehr hohen Säuregehalts muss man auf vorsichtige Dosierung achten.

Verwendung findet Branntweinessig insbesondere beim Einlegen von Gemüse – z. B. von Gurken oder Kürbissen – oder bei der Herstellung von Marinaden.

Übrigens: Branntweinessig ist preisgünstig. Im Kühne Sortiment erhältst du ihn als Tafelessig.

Fruchtessige – säurearm und fruchtig-mild

Ausgangsprodukt für Fruchtessige sind Früchte. Besonders gut eignen sich Äpfel, Johannisbeeren und Himbeeren zur Herstellung von Fruchtessig.

Probiere mal die Essigspezialitäten von Kühne: „Milder Apfel“ und „Milde Himbeere“. Unverwechselbar gut im Geschmack ist auch der fruchtig-herbe Johannisbeer-Essig.

Das süß-säuerliche Aroma von „Milde Himbeere“ passt hervorragend zu Frucht- und Blattsalaten. Aber auch zum Würzen von Fisch- und Geflügelgerichten ist er bestens geeignet.

Der fruchtige und milde Apfelessig „Milder Apfel“ harmoniert sehr gut zu Blattsalaten und Fischgerichten. Auch Saucen bekommen mit Apfelessig eine besondere, spritzige Note.

Zum Verfeinern von Rotkohl, zum Marinieren von Wild und als Vinaigrette für fruchtige Salate ist der Johannisbeer-Essig eine sehr gute Wahl.

Der mild-herbe Geschmack von schwarzen Johannisbeeren wird sicher auch dich begeistern. Nicht umsonst ist der Johannisbeer-Essig unser Lieblingsessig des Jahres.

Etwas ganz Besonderes sind die Salatessige der „Enjoy“-Serie von Kühne. Es gibt sie als Apfel-Birne-Salatessig und als Traube-Cranberry-Salatessig mit Aroniabeeren.

Weinessig – der Klassiker

Weinessig gibt es als Weißwein- oder Rotweinessig. Je besser der als Ausgangsprodukt verwendete Wein ist, desto höher ist die Qualität des Weinessigs.

Weißweinessig wird insbesondere aus kräftigen Weinsorten wie Grauburgunder, Riesling oder Muscadet hergestellt. Der eher etwas mildere Weißweinessig passt zu allen Salaten, zu Fisch und Geflügel.

Rotweinessig ist meist etwas herber. Besonders geeignet ist er zum Verfeinern oder auch zum Marinieren von Wild und dunklem Fleisch oder zum Verfeinern von Rotkohl. Aber auch mit Blattsalaten harmoniert er sehr gut.

Die Weißweinspezialität von Kühne ist aus bestem italienischen Weißwein hergestellt. Für den Rotweinessig verwendet Kühne italienischen Rotwein aus dem Piemont.

Sherryessig – der Aromatische

Sherry ist eigentlich fast zu schade, um daraus Essig herzustellen. Kenner wissen jedoch das kräftige Aroma zu schätzen.

Sherry-Essig sollte vorsichtig dosiert werden. Er enthält mehr Säure als andere Essigsorten. Schnell wird ein Gericht deshalb zu sauer.

Besonders gut passt Sherry-Essig zu Salaten, die einen kräftigen Eigengeschmack haben. Dazu gehören z. B. Rucola und Löwenzahn.

Kräuteressig – der Würzige

Besonders aromatisch ist Kräuteressig. Ausgangsprodukt für diese Essigsorte sind aber nicht Kräuter. Vielmehr werden „normale“ Essige durch nachträgliche Zugabe von Kräutern zum Kräuteressig.

Zu knackigen Blattsalaten, Tomaten- oder Gurkensalat solltest du unbedingt den mit mediterranen Kräutern verfeinerten „Kräuteressig“ sowie den „Kräuter Condimento Balsamico Classico“ von Kühne probieren.

Balsamessig – der beliebte Essig aus der mediterranen Küche

Ein besonders aromatischer und der wohl bekannteste Essig der Welt ist der Aceto Balsamico. Er entsteht durch das schonende Erhitzen von Traubenmost. Der so eingedickte Most wird dann durch Zugabe von Weinessig zum Gären gebracht.

Der rechtlich geschützte „ Aceto Balsamico tradizionale“ darf nur in zwei Regionen Italiens, nämlich in der Region Emilia Romagna und der Region Modena hergestellt werden. Entscheidend für die besondere Qualität ist das Wort „tradizional“.

An das Herstellungsverfahren dieses hochwertigen Produkts sind besonders strenge Anforderungen gestellt. Die Reifezeit des traditionell in Holzfässern ausgebauten „Aceto Balsamio tradizionale“ beträgt mindestens zwölf Jahre.

Je länger der Aceto Balsamico reift, desto wertvoller und dickflüssiger wird er. Das hat natürlich seinen Preis. Du erkennst den echten „tradizionale“ übrigens auch daran, dass er nur in 100-ml-Flaschen in den Handel gebracht werden darf.

Im Handel wird meist normaler Aceto Balsamico angeboten. Die Reifezeit ist deutlich geringer als beim „tradizionale“. Es muss aber mindestens eine Reifezeit von 60 Tagen eingehalten werden.

Auch im Sortiment von Kühne findest du sehr gute und preislich erschwingliche Balsamico-Spezialitäten. Es gibt sie als roten und als weißen Balsamico.

Der rote Aceto Balsamico di Modena I.G.P. wird aus italienischem Traubenmostkonzentrat und Weißweinessig hergestellt. Die Reifezeit beträgt mindestens zwei Monate. Er eignet sich bestens für Marinaden, zu Salaten und auch zum Verfeinern von gebratenem Fisch.

Der weiße Condimento Balsamico Bianco wird ebenfalls aus italienischem Weißweinessig und Traubenmostkonzentrat hergestellt. Du kannst ihn zur Zubereitung von grünen Salaten verwenden, aber auch zur Verfeinerung von Fisch- und Fleischgerichten sowie zu hellen Saucen.

Balsamicocreme – lecker zu Tomate-Mozzarella

Mozzarella-Tomate ohne Balsamicocreme ist undenkbar. Deshalb hat Kühne auch gleich zwei Balsamissimo-Cremes im Angebot.

Die cremig milde Classic-Variante eignet sich nicht nur zu Tomate-Mozzarella, sondern auch zu Erdbeeren mit Eis. Dank des praktischen Dosierverschlusses und der sehr feinen Konsistenz kannst du die Creme auch zum Dekorieren verwenden.

Die mit Basilikum verfeinerte Sorte eignet sich natürlich wieder bestens zu Tomate-Mozzarella. Aber auch zu Meeresfrüchten, Blattsalaten und Grillgemüse passt diese Balsamicocreme hervorragend.

Ganz neu im Sortiment von Kühne sind die besonders cremigen und säureärmeren Balsamico-Spezialtäten „Bellaceto Classic“ und die mit Himbeeren verfeinerte „Bellaceto-Himbeer“. Diese neuen Cremes sind das i-Tüpfelchen auf deinen Salaten. Du solltest sie unbedingt testen.

Probieren geht über Studieren

Wir haben dir nun die wichtigsten Essigsorten, deren geschmackliche Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten vorgestellt. Nun liegt es an dir, diese Kenntnisse in die Tat umzusetzen.

Nimm dir also beim nächsten Einkauf vor, den Essig zu kaufen, der am besten zu dem von dir geplanten Gericht passt.

Viel Spaß beim Aussuchen und Zubereiten!