Erntedankfest | Alles rund um die Tradition

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Erntedankfest

Woher kommt die Tradition und wieso ist sie wieder im Trend?

Erntedankfest

Woher kommt die Tradition und wieso ist sie wieder im Trend?

Das Erntedankfest, das in früheren Zeiten nach dem Einbringen der letzten Ernte gefeiert wurde, gehört zu den ältesten religiösen Festen. An diesem Tag wurde Gott für das im Laufe des vergangenen Jahres gute Gedeihen der landwirtschaftlichen Produkte gedankt.

Heutzutage wird das Erntedankfest von der überwiegenden Mehrheit der christlichen Kirchen am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Auch wenn der religiöse Zusammenhang immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird, liegt die Tradition, im Herbst den Abschluss der Ernte zu feiern, wieder im Trend.

Allerdings rücken zunehmend auch weltliche Aspekte in den Vordergrund. Es wird nicht mehr nur in Kirchen, sondern auch auf Hoffesten, Bauernmärkten und weiteren Veranstaltungen der gute Abschluss der Sommersaison gefeiert.

ERNTEDANKFEIERN IN DER KIRCHE

In früheren Zeiten war eine gute Ernte noch viel wichtiger als heute. Eine erfolgreiche Ernte war für die meisten Menschen von existenzieller Bedeutung. Sie sorgte für ein Überleben im Winter.

Der Brauch, Gott am Erntedanktag für eine gute Ernte Dank auszusprechen, hat seit Jahrhunderten Tradition. Auch in der heutigen Zeit strömen viele Menschen in die Kirchen, um an Erntedankgottesdiensten teilzunehmen und sich darauf zu besinnen, dass das vielfältige Angebot an Feldfrüchten aus der Region auf keinen Fall selbstverständlich ist.

Die Altäre in den Kirchen sind an diesem Feiertag mit unterschiedlichstem Obst und Gemüse, mit gelbleuchtenden Sonnenblumen, goldfarbenem Getreide und – der Jahreszeit entsprechend – mit orangefarbenen Kürbis-Früchten bunt geschmückt. Hiermit soll auch optisch ein Zeichen der Dankbarkeit und Freude gesetzt werden.

ERNTEDANK STEHT AUCH FÜR NACHHALTIGKEIT

Lange Zeit war die Wertschätzung von Lebensmitteln nur noch gering. Die Regale in den Supermärkten quellen ja auch geradezu über. Und was hier nicht wächst, wird einfach importiert. Die Discounter überbieten sich zudem mit täglich neuen Sonderangeboten. Noch immer wird viel zu viel für wenig Geld gekauft und am Bedarf vorbeigekaufte Lebensmittel landen letztlich auf dem Müll.

Erfreulicherweise zeichnet sich jedoch mittlerweile ein gegenläufiger Trend ab. Statt Masse ist Klasse gefragt. Die Verbraucher achten zunehmend auf Qualität und Nachhaltigkeit. Regionale, biologisch angebaute und saisonale Produkte stehen immer mehr im Fokus der Konsumenten.

Erntedank steht heutzutage also auch für Umweltschutz und ökologisch vertretbaren Anbau. Der Konsument wird im Umgang mit Lebensmitteln wieder deutlich sensibler.

NICHT NUR IN DEN KIRCHEN WIRD GEFEIERT

Am Erntedanksonntag laden viele Obst- und Gemüsehöfe zu Hoffesten ein. Es darf verkostet, gefeiert und natürlich auch eingekauft werden.

Pralle orangefarbene Kürbisse, rotwangige Äpfel, knackige Kohlköpfe und saftig-fleischige Pflaumen machen Appetit auf frische Ware direkt vom Erzeuger. Darüber hinaus wird das Angebot durch Fertigprodukte wie leckere Marmeladen und Säfte ergänzt.

Häufig finden auch Veranstaltungen mit Musik und Tanz sowie Mitmachaktionen wie Treckerfahren oder Kürbisschnitzen statt. Darüber hinaus gibt es interessante Informationen zum regionalen Anbau von Obst und Gemüse.

Auch Kühne legt bei seinen Produkten großen Wert auf Nachhaltigkeit, Produktvielfalt und beste Qualität. Daher arbeitet Kühne eng mit heimischen Landwirten zusammen. Weite Transportwege werden so vermieden und die Umwelt nicht unnötig belastet.

Du kannst mit Produkten von Kühne das ganze Jahr über schonend verarbeitetes Obst und Gemüse ohne Zusatz von Farb- und Konservierungsstoffen genießen. Zum Angebot gehört u. a. köstlicher KarottensalatBohnensalat oder Selleriesalat sowie schmackhaft eingelegte Kürbisstückchen oder Rote-Bete-Kugeln.

ERNTEDANK ZU HAUSE FEIERN

Wie wäre es, das Erntedankfest mal zu Hause mit Freunden und Verwandten zu feiern? Aus den herbstlichen Kürbissen lässt sich schnell und einfach eine herzhafte Kürbissuppe zubereiten, die die du mit gerösteten Kürbiskernen und Kürbiskernöl verfeinern kannst.

Oder du lädst zum Nachmittagskaffee ein und servierst einen saftigen Pflaumenkuchen.

Auch wenn es voraussichtlich draußen schon etwas kühler sein wird, ist ein Grillabend zum Erntedank auch eine gelungene Sache. Zu Fisch und Fleisch vom Grill kannst du leckere Salate der Saison, z. B. einen veganen Kartoffelsalat mit grünen Bohnen, Sesam und Kresse servieren.

Besonders gut schmecken Salate mit frischen Kräutern. Auf dem Balkon oder der Fensterbank findet eigentlich jeder Platz für einen Kräutergarten zum Selbermachen.

DAS ERNTEDANKFEST WELTWEIT

Auch in anderen Ländern werden Erntedankfeste gefeiert. Allerdings gibt es keine einheitlichen Termine. Das hängt zwangsläufig damit zusammen, dass die Ernte nicht überall auf der Welt zur gleichen Zeit stattfinden kann.

In Amerika feiern die Menschen am vierten Donnerstag im November Thanksgiving. Meist trifft sich die ganze Familie, um an diesem Tag gemeinsam zu essen und zu feiern. Zu den traditionellen Speisen gehören Truthahn, Süßkartoffeln und Kürbis.

Im März, dem australischen Herbst, wird in Australien das „Apple & Grape Harvest Festival“ gefeiert. Das Fest findet in Queensland statt und lockt alljährlich mit kulturellen und unterhaltsamen Events viele Menschen an.

In Ghana und Nigeria wird zum Ende der Regenzeit das Jams-Fest gefeiert. Die Jamswurzel ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel in Afrika.

Im November wird in Japan der „Tag des Dankes für die Arbeit“ gefeiert. Der erste Reis der Ernte wird den Göttern geopfert.

Das sind nur einige Beispiele dafür, dass überall auf der Welt in gewisser Weise Erntedank gefeiert wird. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Brauch noch lange erhalten bleibt.