Sauerkraut – typisch deutsch? | Wissenswerts zu Kraut & Kohl

Sie sind hier

MEET THE „KRAUTS“:

Ist Deutschland das Sauerkraut-Land?

MEET THE „KRAUTS“:

Ist Deutschland das Sauerkraut-Land?

Wenn ein Vorurteil erst einmal in der Welt ist, dann es lässt es sich nur schwer ausräumen. In einem Bericht vom Goethe-Institut heißt es, Kartoffeln, Wurst und natürlich Sauerkraut seien absolut typisch für das deutsche Essverhalten.

Was ist dran an diesem Klischee? Und wofür wird Weißkraut noch verwendet? Wir informieren dich!

SAUERKRAUT – WIRKLICH TYPISCH DEUTSCH?

Sauerkraut ist – besonders in Verbindung mit Bratwurst und deftigem Fleisch wie Eisbein oder Kassler – weltweit als deutsches Nationalgericht bekannt. Deutsche Einwanderer haben das schmackhafte Kraut auch auf anderen Kontinenten – insbesondere in Amerika – populär gemacht.

Sauerkraut ist tatsächlich seit Urzeiten in allen Bevölkerungsschichten Deutschlands sehr beliebt. Die reichen Bevölkerungsschichten schwärmten seit jeher von seinem köstlichen Aroma. Die ärmere Bevölkerung wusste Sauerkraut als gesundes, schmackhaftes und vor allem preisgünstiges Gericht zu schätzen.

Sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg fiel der hohe Sauerkrautkonsum der Deutschen auf. Sowohl als Marschverpflegung der Soldaten oder in Zeiten der kriegsbedingten Nahrungsmittelknappheit wurde gerne auf das vitaminreiche Sauerkraut als gut sättigendes Nahrungsmittel zurückgegriffen. Die Alliierten gaben den Deutschen daher den Spitznamen „the krauts“.

Doch nicht nur in Deutschland zählt Sauerkraut zu den traditionellen Gerichten. So ist Sauerkraut mit Wurst und Speck, das sogenannte „Choucroute“ charakteristisch für die Küche des Elsass.

Und auch in Polen zählt der beliebte Sauerkrauteintopf „Bigos“ zu den typischen Nationalgerichten. Ein original ungarisches Gulasch wird ebenfalls mit Sauerkraut, Paprika und Sauerrahm serviert.

Selbst in China steht milchsauer vergorener Weißkohl – nichts anderes ist Sauerkraut – hoch im Kurs. Und in Amerika gehört Sauerkraut sogar zum Hot Dog dazu.

SAUERKRAUT SCHMECKT UND TUT GUT

Sauerkraut kann insbesondere mit einem hohen Gehalt an Vitamin C punkten. In früheren Jahren war Sauerkraut bei Seeleuten ein fester Bestand des Proviants. Die für den sauren Geschmack verantwortliche Milchsäure macht das Kraut lange haltbar. So hatten die Seefahrer stets Vitamin-C-haltige Nahrung an Bord, die sie vor dem gefürchteten Skorbut schützte.

Dem Sauerkraut wird des Weiteren eine, allerdings wissenschaftlich nicht bewiesene, antioxidative Wirkung zugeschrieben. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sauerkraut aufgrund der hohen Ballaststoffe der Verdauung und der Darmflora zugutekommt.

Darüber hinaus ist Sauerkraut kalorienarm. Kalorienträchtig werden die Gerichte erst durch Beilagen wie Eisbein, Speck und Wurst.

Gut für die Figur und die Gesundheit ist rohes Sauerkraut. Ein paar Ananas-Stückchen oder Weintrauben bringen Abwechslung in die nur wenig Kalorien zählende Rohkost.

FERTIGPRODUKTE MACHEN DIE ZUBEREITUNG EINFACH

Natürlich kann man Sauerkraut aus Weißkohl selbst herstellen. Viel einfacher und schneller und ohne Qualitätseinbußen geht es aber mit Fertigprodukten von Kühne.

Völlig unkompliziert geht es mit dem klassischen Fasskraut Fix & Fertig. In nur zwei Minuten steht küchenfertig gewürztes, natürlich-mildes Sauerkraut auf dem Tisch.

Wer es herzhafter mag, für den ist Fasskraut mit Speck und Zwiebeln die richtige Wahl. Das würzige Aroma eignet sich bestens für deftige Gerichte.

Sehr beliebt ist auch das „Fasskraut natürlich mild“. Es ist vollmundig im Geschmack, besonders saftig, aber dennoch mild.

SAUERKRAUT IST VIELSEITIG VERWENDBAR

Besonders im süddeutschen Raum wird Sauerkraut sehr gern zu deftigem Fleisch wie Kassler serviert, Und wenn du beim Oktoberfest über die Wiesn schlenderst, wirst du feststellen, dass zu einem typisch bayrischen Schmankerl natürlich auch Sauerkraut und Schweinshaxe dazugehört.

Wer es leichter, vegan und kalorienärmer bevorzugt, der sollte Sauerkraut-Rohkost häufiger in den Speisezettel integrieren. Verfeinert mit Obst wie z. B. Äpfeln oder Möhren erhältst du einen supergesunden Salat.

Suchst du nach weiteren Abwechslungen auf dem Teller? Dann probier doch mal eine leckere Sauerkrautsuppe mit Paprika. Das Rezept von Kühne ist einfach köstlich. Etwas ganz besonders Feines ist ein Sauerkrautsüppchen mit Nordseekrabben.

Sauerkraut in einer Schale

WEISSKOHL INTERNATIONAL: EIN KLEINER ÜBERBLICK

Sauerkraut ist nur eine von vielen Möglichkeiten, Weißkohl zu verwenden. Beliebt ist Weißkohl auch als Krautsalat. Wir informieren, welche weiteren Varianten es gibt.

COLESLAW – TYPISCH FÜR DIE USA

Aus den USA kommt der bekannte Coleslaw-Salat., wobei der Name aus dem Niederländischen stammt. Er leitet sich von dem Begriff „Koosla“ ab, was so viel wie Kohlsalat bedeutet.

Für Coleslaw gibt es zahlreiche Rezepte. Auf jeden Fall gehören neben Weißkohl in kleine Streifen geschnittene Möhren dazu. Abgerundet wird das Ganze nicht mit einer Essig-Öl-Marinade, sondern mit einer cremigen Sauce aus saurer Sahne. Coleslaw hat ein kräftiges Aroma. Eine noch deftigere Note bekommt der Salat durch die Zugabe von Zwiebeln.

Nicht nur in den USA, sondern auch bei uns ist Coleslaw sehr beliebt. Er wird gerne als Beilage zum BBQ gereicht. Coleslaw passt hervorragend zu Grillfleisch aller Art sowie zu Burgern und zu Pommes. und sollte fester Bestand eines jeden Grillbuffets sein.

KRAUTSALAT IST UNVERZICHTBAR IN DER GRIECHISCHEN KÜCHE

Aus Weißweinessig von Kühne, Salatöl, Salz und Pfeffer und natürlich Weißkohl lässt sich ein köstlicher Krautsalat zaubern. Aus Gründen der besseren Bekömmlichkeit wird als weiteres Gewürz auch gerne Kümmel verwendet.

Zum griechischen Gyros, Bifteki, Souvlaki oder zu einem typisch griechischen Vorspeisenteller mit Tsatsiki, Peperoni und Tarama gehört Krautsalat einfach dazu. Häufig wird der Krautsalat mit Tomaten, grünen Gurken und Knoblauch angereichert.

KEIN DÖNER OHNE KRAUTSALAT

Was für den Griechen das Gyros ist, ist für den Türken das Dönerfleisch. Allerdings verwendet der Grieche Schweinefleisch für das Gyros, während Schweinefleisch für den Türken tabu ist. Traditionell wird Dönerfleisch aus Lammfleisch hergestellt.

Das leckere Grillfleisch vom Drehspieß wird vom Türken meist in einer Fladenbrottatsche serviert. Dazu gibt es häufig Krautsalat.

SAUERKRAUT IM „ASIA STYLE“

In Korea ist ein Essen ohne Kimchi undenkbar. Kimchi ist durch Zugabe von Milchsäurebakterien fermentierter Weißkohl. Vom deutschen Sauerkraut unterscheidet sich Kimchi allerdings dadurch, dass üblicherweise Chili hinzugesetzt wird, was dem Kraut eine rote Farbe gibt.

Kimchi wird gerne mit Schweinefleisch zubereitet. Auch in den bei Koreanern so beliebten Suppen findet Kimchi Verwendung. Man kann Kimchi natürlich selbst herstellen. Wie beim Sauerkraut gibt es aber auch beim Kimchi sehr gute Fertigprodukte.

FAZIT ZU SAUERKRAUT & WEISSKOHL

Sauerkraut ist zwar bei den Deutschen sehr beliebt. Aber auch in der internationalen Küche findet Sauerkraut bzw. Weißkohl bei zahlreichen Nationalgerichten Verwendung.

Selbst die Spitzengastronomie ist weltweit von dem speziellen Aroma überzeugt. Es wäre ja auch schade, wenn das gesunde Sauerkraut in Deutschland „versauern“ würde.