Kühne Gemüse-Lexikon: Alles Wissenswerte über die Zwiebel

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Gemüse-Lexikon: Zwiebeln

Gemüse-Lexikon: Zwiebeln

Schon die alten Ägypter legten ihren Königen Zwiebeln als Gabe mit ins Grab. Und die Römer waren von der Zwiebel so sehr angetan, dass sie diese vom Mittelmeerraum über die Alpen mit nach Europa brachten. Kein Wunder, denn die Zwiebel ist seit Anbeginn nicht nur ein gesundes Gewürz und eine schmackhafte Gemüsebeilage, sondern auch der ultimative Gesundmacher: Als Saft mit Honig oder Milch hilft sie von innen gegen Husten und Erkältung. Und ein Zwiebelsäckchen lindert Beschwerden von Wunden und Insektenstichen, hilft bei der Rückbildung von Narben und bekämpft seit Jahrtausenden erfolgreich Mittelohrentzündungen!

WARUM HEISST DIE ZWIEBEL SO?

Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort „cepula“ ab. Im Althochdeutschen wurde die „cepula“ zur „zwibolla“ – woraus ihr heutiger Name „Zwiebel“ entstanden ist. Übrigens: Im deutschsprachigen Raum gibt es noch viele weitere Namen für das Lauchgemüse, in Hessen beispielsweise wird sie teilweise noch „Zippel“ genannt, in Brandenburg oft einfach nur „Bolle“.

FUN FACT

Jeder kennt ihn, den Zwiebellook: Statt einer dicken Jacke werden mehrere dünne Schichten Kleidung übereinander gezogen, so bleibt’s auch an kalten Tagen kuschlig warm. Seinen Namen hat der Look den vielen Schichten der Zwiebel zwar zu verdanken, genau genommen haben die mit der Temperatur des Gemüses allerdings gar nichts zu tun, denn: Zwiebeln nehmen meist einfach die Temperatur ihrer Umgebung an. Erst bei Minusgraden bilden sie eine Art eigenes Frostschutzmittel, das die einzelnen Schichten vor dem Gefrieren schützt. Soweit sind wir Menschen mit der Mode wohl doch noch nicht.

WIE LÄSST SICH DIE ZWIEBEL ZUBEREITEN?

Zwiebeln werden im Salat oft roh gegessen, jedoch sind sie auch eine beliebte Gemüsebeilage zu Fleisch und Fisch. Dabei werden sie meistens im Vorhinein gegart, wodurch das scharfe Aroma verschwindet und die Süße besser zur Geltung kommt. Auch beim Dünsten entwickeln Zwiebeln eine milde Süße, oft rundet man diese dann mit Wein oder Essig ab. Grundsätzlich gilt: Zwiebeln sollten immer mit einem dünnen scharfen Messer geschnitten werden, um die Zellen so wenig wie möglich zu beschädigen – und so den Tränen vorzubeugen. Auch sollte es vermieden werden, die Zwiebeln zu klein zu schneiden, sonst können sie nämlich im Geschmack leicht bitter werden.

 

Um euren Heißhunger auf Zwiebeln zu stillen, haben wir hier für euch ein paar leckere Rezeptvorschläge: Wie wär’s mit einem deftigen Wagyu-Burger mit Teriyaki-Zwiebeln, einem würzigen Kokoshühnchen mit Paprika und gedünsteten Gemüsezwiebelnoder einem klassischen Flammkuchen mit Speck und roten Zwiebeln?

WIE SCHMECKT DIE ZWIEBEL?

Der Geschmack der Zwiebel ist abhängig von ihrer Sorte. Silberzwiebeln beispielsweise sind oft eingelegt und schmecken deshalb sauer, die klassischen Gemüsezwiebeln hingegen sind scharf, schmecken kräftig-würzig und haben einen intensiven Geruch. Die roten Schalotten sind milder im Geschmack und leicht süßlich. Am mildesten sind die grünen Lauchzwiebeln, ihre Stängel haben ein leichtes Aroma und runden gerade dadurch viele Gerichte gelungen ab.