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O’zapft is! So werdet ihr zum Oktoberfest-Profi

O’zapft is!

So werdet ihr zum Oktoberfest-Profi

Als im Jahr 1810 die erste Wiesn auf der Münchener Theresienwiese zu Ehren des bayrischen Kronprinzen Ludwig stattfand, hat sicherlich niemand damit gerechnet, dass es gute 200 Jahre später Ableger davon auf der ganzen Welt geben wird. Woran das liegt? Da können wir auch nur rätseln. Wir tippen mal auf die Kombination von Volksfest, Essen, Musik und Bier, die seit jeher die Massen begeistert. Das Oktoberfest ist einfach eine Welt für sich, die man einmal erlebt haben sollte, in der es aber auch ein paar Gepflogenheiten zu beachten gilt.

Das Wiesn-Lexikon

Ja, auf dem Oktoberfest, vor allem auf dem Original in München, wird eine andere Sprache gesprochen. Wir haben für euch die wichtigsten Begriffe gesammelt, die ihr unbedingt draufhaben solltet:

Ozapfa – ein Bierfassanstich
Minga – München
Obandeln – flirten
Maß – 1 Liter Bierkrug
Brezn – Brezel
Bua – Junge oder Mann
Hendl – Grillhähnchen
Spotzal – Schatz/Liebling (weiblich)
Griaßt Euch/Servus – Herzlich Willkommen/Hallo
Bussi – Küsschen
Gaudi – Spaß

Wiesn-Deko für zuhause

München ist euch zu weit? Kein Problem! Auch mit dem eigenen Oktoberfest kann man eine riesen Gaudi haben. Mit unseren Deko-Tipps holt ihr euch echtes Wiesn-Feeling nach Hause. Blau-weiß-kariert ist hierbei die Basis für fast alles. Tischdecken, Servietten, Girlanden – die bayrischen Landesfarben dürfen sich einfach überall wiederfinden. Die passende Ergänzung dazu sind Edelweiß, kleine Herzchen, Dekorationen aus Filz, Hirschgeweihe – natürlich unechte – oder auch Mini-Brezn. Diese eignen sich übrigens gut, um damit eine traditionelle Serviettendeko ganz einfach selbst zu gestalten. Dafür braucht ihr einfach ein paar hübsche blau-weiße Servietten, passende Stoffbänder, Besteck und natürlich die Mini-Brezn. Jetzt zieht ihr das Band durch die Brezn, legt das Besteck auf die Serviette, bindet das Band so herum, dass die Brezn neben dem Besteck platziert ist und fertig!

Ihr wollt’s richtig bayrisch? Dann kann es gar nicht blau-weiß genug sein. Tobt euch aus und dekoriert vom Glas über den Esstisch bis hin zur Fensterbank alles, was euch in die Finger kommt. Wem das zu viel ist, der kann auch nur ein paar Akzente setzen und zum Beispiel das DIY-Besteckset auf einer Tischdecke in den bayrischen Landesfarben auslegen oder die alltägliche Blumendeko durch Edelweiß ersetzen.

Schmankerl vom Oktoberfest

Die Wiesn ist nicht nur für ihre Festzelte und das Bier bekannt, sondern auch für das deftige Essen, was es dort an jeder Ecke gibt. Ob Hendl, Haxen, Weißwurst, Sauerkraut, Obazda oder eine bayrische Brotzeit – hier kommt jeder auf seine Kosten. Klingt lecker? Wie wäre es dann mal mit einem kulinarischen Oktoberfestmenü für dahoam?

Das startet – natürlich – mit der Weißwurst, die in Kombination mit süßem Senf “gezuzelt” wird. Was du schon immer über Weißwurst wissen wolltest und was es mit den 10 Weißwurst-Geboten auf sich hat, kannst du dir hier durchlesen.

Weiter geht’s mit einem halben Hendl, das erst im Ofen schön knusprig gebacken und dann mit Sauce, Kartoffelknödel und Rotkohl gegessen wird.

Auch die Brotzeit darf bei den zünftigen Schmankerln selbstverständlich nicht fehlen, die der Bayer übrigens als Zwischenmahlzeit versteht. Fleisch, Wurst, Käse, Rettich, Radieschen, Zwiebeln, eingelegte Gurken, Brezn oder Brot, serviert auf einem Holzbrett und dazu und ein süffige Maß Bier – fertig ist die typisch bayrische Brotzeit!

Wer jetzt noch nicht genug hat, für den gibt’s noch einen Apfelstrudel mit Rosinen und Vanilleeis als Nachtisch. An Guadn!

Des is a Gaudi!

Ja, der Ur-Münchener an sich nimmt die Wiesn schon Ernst. Das hindert uns aber nicht daran, für euch einmal die zehn besten Fun Facts rund um das Volksfest zusammenzustellen.

  1. Jedes Jahr finden sich etwa 5.000 verlorene Gegenstände im Wiesn-Fundbüro und fast immer ist mindestens ein Gebiss dabei.
  2. Auf der Wiesn gibt es eine eigene Poststelle. Hier können Briefe und Pakete in die ganze Welt versendet werden.
  3. Das meist gespielte Lied auf den Wiesn ist und bleibt “Ein Prosit der Gemütlichkeit”. Dabei stammt dies ursprünglich gar nicht aus Bayern, sondern aus Chemnitz.
  4. Maßkrüge sind ein beliebtes Souvenir und so werden jedes Jahr durchschnittlich 112.000 aus den Festzelten gestohlen.
  5. Selbst Albert Einstein hat 1896 das Oktoberfest besucht. Allerdings nicht als Gast, sondern um im Schottenhamel-Zelt die Glühbirnen anzuschrauben.
  6. It-Girl und Hotelerbin Paris Hilton hat seit 2006 Wiesn-Verbot. Grund dafür ist, dass sie ihren Besuch als Promotiontour nutzte, was ihr die Wiesn-Leitung zuvor ausdrücklich untersagt hatte.
  7. Das größte Oktoberfest im Ausland findet in Kitchener-Waterloo, Kanada statt. Es beginnt stets nach Ende der offiziellen Wiesn, dauert nur halb so lange und zieht zwischen 700.000 bis eine Million Gäste an.
  8. Das Hackerlzelt hat seit 2012 eine Bierpipeline unter der Theresienwiese verlegt, um so die durstigen Gäste schneller mit Bier versorgen zu können.
  9. Nicht alle lieben die Wiesn. Ungefähr 27.000 Münchener planen genau in diesen zwei Wochen ihren Urlaub, um dem ganzen Trubel zu entkommen.
  10. Die Warteliste für Wirte, die ihr Zelt auf dem Oktoberfest aufschlagen möchten, ist momentan 20 Jahre lang und die Genehmigung der Stadt kostet auch noch 2 Millionen Euro.

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